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Bezeichnung und Bezeichnetes im Kontext sprachlicher Sozialisationsprozesse. Peter Handkes Kaspar als Modellfall
Cód:
491_9783668035218
Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: In der Sekundärliteratur gibt es verschiedene Herangehensweisen zur Interpretation von „Kaspar. Allen gemein, ist die Herstellung einer Verbindung des Dramas „Kaspar mit theoretischen Weltanschauungen des beginnenden 20. Jahrhunderts, welche sich durch eine grundsätzliche Skepsis gegenüber dem gesellschaftlich akzeptierten Gebrauch von Sprache auszeichnen. Ausgehend von Nietzsches Kritik an Platons postulierter Einheit von Denken und Sprechen entwickelte sich eine sprachkritische Tradition, die sich in der Literatur der Moderne bei Schriftstellern wie Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger und Peter Handke als literarische Sprachkritik äußert. Der theoretische Ansatz, welcher in dieser Arbeit zur Analyse der Sprachkritik in „Kaspar herangezogen wird, ist der des schweizerischen Sprachwissenschaftlers Ferdinand de Saussure, der sich in seiner Semiologie mit dem Verhältnis von Sprache und Wirklichkeit bzw. „Bezeichnung und „Bezeichnetem auseinandergesetzt hat. Saussures ontologische Unterscheidung zwischen dem sprachlichen Ausdrucks und dessen Inhalt kann zu einem Verständnis der geäußerten Sprachkritik in „Kaspar beitragen, indem diese Konzeption auf Kaspars Spracherwerbsprozess in diesem Stück angewandt wird. Ziel dieser Arbeit ist es, die Realisierung der in „Kaspar geäußerten Sprachkritik mithilfe von Saussures Unterscheidung zwischen „Bezeichnung und „Bezeichnetem im Kontext des sprachlichen Sozialisationsprozesses von Kaspar herauszustellen.
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